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Bund stockt Förderung für Neubauten nach Standard EH 55 Plus auf

Bund stockt Förderung für Neubauten nach Standard EH 55 Plus auf

Symbolbild (KI-generiert)

Das Bundesbauministerium stellt zusätzliche Mittel für die Förderung energieeffizienter Neubauten nach dem Standard EH 55 Plus bereit. Grund ist die gestiegene Nachfrage. Nach Angaben von Bauministerin Verena Hubertz (SPD) wäre das ursprünglich vorgesehene Budget von 800 Millionen Euro sonst noch vor Jahresende aufgebraucht gewesen.

Was ist neu

Mit dem Programm soll der Bau von Wohnungen unterstützt werden, die bereits genehmigt, aber noch nicht begonnen sind. Nach Angaben des Ministeriums sind seit dem Start des Programms im vergangenen Jahr rund 52.100 Wohnungen in der Umsetzung. Gefördert wird über zinsverbilligte Kredite der KfW.

Die Bedingungen sind klar umrissen: Das Gebäude muss den Effizienzhausstandard EH 55 erreichen und die Wärme muss zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Gebäude mit Öl- oder Gasheizung sind damit ausgeschlossen. Außerdem muss bei der Antragstellung bereits eine Baugenehmigung vorliegen. Anträge können gestellt werden, solange Fördermittel verfügbar sind, spätestens jedoch bis zum Jahresende. Wie hoch die zusätzlichen Mittel sind, geht aus der Meldung nicht hervor.

Der Hauptverband der Bauindustrie (HDB) begrüßt die Aufstockung. Laut HDB-Präsident Olaf Demuth verhindert sie eine drohende Förderlücke und sendet dem Wohnungsmarkt ein Signal der Verlässlichkeit. Zugleich fordert er eine verlässliche Förderpolitik: „Der Wohnungsbau braucht so schnell wie möglich eine verlässliche, klar strukturierte Förderlandschaft, die sich nicht im Klein-Klein verliert.“ (Olaf Demuth, zitiert nach Allgemeine Bauzeitung)

Was bedeutet das für Eigentümer und Bauherren

Für Bauherren, die bereits eine Baugenehmigung haben, aber noch nicht mit dem Bau begonnen haben, steht die Förderung vorerst weiter zur Verfügung. Das Zeitfenster bleibt allerdings knapp: Die Antragsfrist endet spätestens zum Jahresende und kann schon früher enden, wenn die Mittel ausgeschöpft sind.

Wichtig ist das Heizkonzept. Ein Neubau, der ganz oder teilweise mit Öl oder Gas beheizt werden soll, erfüllt die Voraussetzungen nicht. Gefördert wird nur, wenn die Wärme vollständig aus erneuerbaren Energien stammt und zusätzlich der Standard EH 55 erreicht wird.

Was jetzt sinnvoll ist

Wer ein genehmigtes Neubauvorhaben plant, sollte zügig prüfen, ob die Planung den Effizienzhausstandard EH 55 erfüllt und ob die Wärme ausschließlich aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Wenn nicht, sollte geklärt werden, ob sich die Planung noch anpassen lässt. Da die Mittel begrenzt sind und die Frist am Jahresende ausläuft, empfiehlt es sich, die Antragsunterlagen frühzeitig vorzubereiten. Die genauen Konditionen und Antragsschritte sollten direkt bei der KfW nachgelesen werden.

Quelle

  • Quelle: HDB begrüßt zusätzliche Mittel für EH-55-Plus-Förderung. Allgemeine Bauzeitung, 09.10.2026. Zur Meldung
Habach Bau Redaktion·
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Habach Bau · Halle (Saale)

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